Chronik

Die ältere Geschichte der Musikgesellschaft Hatlerdorf liegt vielfach im Dunkeln. Ein Vereinsarchiv wurde erst in den letzten Jahrzehnten angelegt. Die offizielle Vereinschronik beginnt mit dem Jahr 1936 und wird für die Kriegszeit unterbrochen. Unabhängig von der Frage der Gründungsgeschichte der Musikgesellschaft gab es im Hatlerdorf bereits vor der Mitte des letzten Jahrhunderts der Nachfrage entsprechend Musikanten, welche sich nicht nur an kirchlichen Festen beteiligten, sondern auch für die Tanzmusik in den Wirtshäusern sorgten. Das sich Hatler Musikanten bestens auf das tänzerische Musizieren verstanden, beweisen auch die ältesten erhaltenen Noten, Stimmbücher mit Tanzmusik, aus dem Besitze des Musikanten Franz Josef Welpe (1837-1908), Schmied in der Hatlerstraße. Die in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts geschriebenen Noten wurden für die in der Tanzmusik übliche "Harmoniemusikbesetzung" (Klarinette, Trompete, Flügelhorn, Althorn und Bass) angefertigt.

Mehr als drei Jahrzehnte vergingen , bis sich im Jahre 1935 erneut musikbegeisterte Hatler zusammen fanden, um als "Musikgesellschaft Hatlerdorf" die Pflege und Ausbildung der Blechmusik durch Proben und Übungen, sowie durch öffentliche Auftritte, insbesondere für die Bewohner des "II. Bezirkes", zu betreiben. Nach dem zweiten Weltkrieg beschlossen die Hatler Musikanten, ihre Musikkapelle wieder zu reaktivieren. Dem Ansuchen an die Sicherheitsdirektion vom 3. 9. 1947 wurde stattgegeben. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die 150-jährige Geschichte der Blasmusik im Hatlerdorf untrennbar mit der "Musikgesellschaft Hatlerdorf" verbunden ist. Die Entwicklung von der 12-Mann Kapelle zu einem leistungsfähigen Blasorchester mit mittlerweile von über 60 Musikantinnen und Musikanten zeigt, dass sich der musikalische Ehrgeiz allen widrigen Umständen entgegenstellen konnte.

 

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